© Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein

Den bislang wenig beachteten Fahrkarten ist eine Ausstellung in unserem Museum gewidmet, die die Entwicklungsgeschichte der Fahrkarten in Deutschland umfassend darstellt. Zum 30-jährigen Jubiläum des Vereins Museumsbahn e. V., wurde im Jahr 2001 diese Ausstellung eröffnet.

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Museums wurde die Ausstellung nach 15 Jahren umfassend erweitert.

Fahrkartenausstellung Eingang Fahrkartenausstellung Tafeln

Das Bild links zeigt den neugestalteten Eingangsbereich, mit dem aus dem Bahnhof Ober-Ramstadt geborgenen Schalterfenster. Im Schalter werden außer einem AEG-Tischdrucker verschiedene Utensilien des Verkehrsdienstes gezeigt.
Im Bild rechts eine Auswahl der Schautafeln im ersten der drei Ausstellungsräume.

Die Ausstellung gibt einen Einblick in √ľber 180 Jahre deutsche Eisenbahngeschichte, wobei wir den Schwerpunkt auf den Darmst√§dter Raum gelegt haben. Bevorzugt sind Fahrkarten im edmondsonschen Format dargestellt, einleitend wird ihr Erfinder Thomas Edmondson vorgestellt.

Zwei Tafeln sind der Länderbahnzeit gewidmet; gezeigt werden 99 Karten der 12 wichtigsten Länder- und Privatbahnen bis 1920.

Fahrkartenausstellung in Kranichstein Fahrkarten Ausstellung in Kranichstein


Fahrkarten aus dem Darmstädter Raum zur Länderbahnzeit

Zwei weitere Tafeln zeigen 90 Fahrkarten der Deutschen Reichsbahn bis 1949.




Fahrkarten aus dem Darmstädter Raum zur Reichsbahnzeit

Die weitere Entwicklung bei der Deutschen Bundesbahn bis 1994, Fahrkarten f√ľr Besatzungsm√§chte, des Berlinverkehrs und verschiedener Privatbahnen sind ebenfalls auf zwei Tafeln dargestellt. Eine Auswahl besonderer Fahrkarten der Deutschen Reichsbahn der DDR, verschiedener neuer Privatbahnen sowie die Ver√§nderungen durch die Deutsche Bahn AG runden die Ausstellung der Fahrkarten ab.




Fahrkarten aus dem Darmstädter Raum zur Bundesbahnzeit

Begleitend werden die wichtigsten Fakten der Fahrkartengeschichte und die wesentlichen Veränderungen aufgezeigt. Die Entwicklungsgeschichte der Fahrkartendruckmaschinen, -schalterdrucker und -automaten wird auf einer Tafel beschrieben.

Im zweiten Ausstellungsraum sind zwei Pautze-Schalterdrucker, sowie ein AEG-Schalterdrucker neuerer Bauart, in zwei Vitrinen zu sehen.

Pautze AEG
Links vorne: Pautze-Schalterdrucker MCB, Baujahr 1972; links hinten: Pautze-Schalterdrucker MC, Baujahr 1935
Rechts: AEG-Schalterdrucker GP 1260, Baujahr 1970; (beide Aufnahmen entstanden vor dem Einbau in die Vitrinen)

Im dritten Ausstellungsraum werden die Arbeitsschritte einer Fahrkartendruckerei ausf√ľhrlich mit Bildern und Exponaten dargestellt. Au√üerdem wird ein tragbarer AEG-Schlittendrucker, ein Tischdrucker Pautze MF, einige Stempelpressen, sowie ein Einsorten-Fahrkartenautomat gezeigt.

Makomat Fahrkartenautomat AEG-EZT
Fahrkartenautomat Typ Makomat AEG-Kleindrucker EZT

Die Firmengeschichte der Maschinenfabrik Goebel in Darmstadt, dem größten Hersteller von Fahrkartendruckmaschinen, ist auf drei Tafeln dargestellt. Beschrieben und mit Zeichnung und Bildern verdeutlicht werden außerdem die vielfältigen Produkte der Firma rund um die Fahrkarte.

Das Museum betreibt auch eine eigene Fahrkartendruckerei f√ľr edmondsonsche Fahrkarten. Diese wird allj√§hrlich w√§hrend der Bahnwelttage und w√§hrend des Dampflokfestes vorgef√ľhrt und erkl√§rt. Auf Anfrage drucken wir Fahrkarten/Eintrittskarten auch f√ľr andere Museen.

An diesen Druckmaschinen der Maschinenfabrik Georg Goebel werden auch heute noch Fahrkarten/Eintrittskarten f√ľr Sonderfahrten, Veranstaltungen und zu Vorf√ľhrungszwecken gedruckt.

Anfragen richten Sie bitte an:
Herr Ralph Völger
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